Magnesium: Wirkung, Tagesbedarf und worauf du achten solltest
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Magnesium zählt zu den wichtigsten Mineralstoffen für den menschlichen Körper. Es ist an einer Vielzahl von Stoffwechselvorgängen beteiligt – der Körper kann es jedoch nicht selbst herstellen und ist daher auf eine regelmäßige Zufuhr über die Ernährung angewiesen. In diesem Ratgeber erfährst du, welche Funktionen Magnesium erfüllt, wie hoch der tägliche Bedarf ist und in welchen Lebensmitteln besonders viel davon steckt.
Was ist Magnesium?
Magnesium ist ein essenzieller Mineralstoff – der Körper benötigt ihn für lebenswichtige Funktionen, kann ihn aber nicht selbst produzieren. Ein erwachsener Mensch trägt etwa 20 bis 30 Gramm Magnesium in sich; der größte Teil davon ist in Knochen und Muskeln gespeichert. Magnesium ist Bestandteil zahlreicher Enzyme und an über 300 enzymatischen Reaktionen im Stoffwechsel beteiligt.
Welche Funktionen hat Magnesium im Körper?
Für die folgenden Funktionen liegen von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wissenschaftlich geprüfte Aussagen vor:
- Magnesium trägt zur normalen Muskelfunktion bei.
- Magnesium trägt zu einer normalen Funktion des Nervensystems bei.
- Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei.
- Magnesium trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei.
- Magnesium trägt zur normalen psychischen Funktion bei.
- Magnesium trägt zum Elektrolytgleichgewicht bei.
- Magnesium trägt zur Erhaltung normaler Knochen und Zähne bei.
- Magnesium trägt zur normalen Eiweißsynthese bei.
- Magnesium hat eine Funktion bei der Zellteilung.
Wie hoch ist der Tagesbedarf an Magnesium?
Die in der EU festgelegte Referenzmenge für die tägliche Zufuhr liegt bei 375 mg. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt je nach Alter und Geschlecht Schätzwerte zwischen etwa 300 mg (Frauen) und 350 mg (Männer) pro Tag. Der individuelle Bedarf kann unter anderem durch Alter, körperliche Aktivität und Lebensumstände beeinflusst werden.
In welchen Lebensmitteln steckt Magnesium?
Magnesium ist vor allem in pflanzlichen Lebensmitteln enthalten. Besonders gute Quellen sind:
- Nüsse und Samen (z. B. Kürbiskerne, Mandeln, Sonnenblumenkerne)
- Hülsenfrüchte (z. B. Bohnen, Linsen, Kichererbsen)
- Vollkornprodukte (z. B. Haferflocken, Vollkornbrot)
- Grünes Blattgemüse (z. B. Spinat, Mangold)
- Kakao und dunkle Schokolade
- Magnesiumreiches Mineralwasser
Eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung bildet die Grundlage für eine gute Magnesiumversorgung.
Welche Magnesiumformen gibt es?
In Nahrungsergänzungsmitteln wird Magnesium an unterschiedliche Trägerverbindungen gebunden. Sie unterscheiden sich in Löslichkeit und Verträglichkeit:
- Magnesiumcitrat – organische Verbindung, im Körper gut löslich.
- Magnesiumbisglycinat – an die Aminosäure Glycin gebunden, magenfreundlich.
- Magnesiummalat – Verbindung mit Apfelsäure.
- Magnesiumoxid – Verbindung mit hohem Anteil an elementarem Magnesium.
Präparate, die mehrere Formen kombinieren, vereinen die Eigenschaften der einzelnen Verbindungen in einer Tablette.
Wann kann eine Ergänzung sinnvoll sein?
Lässt sich der Bedarf nicht über die Ernährung decken oder ist die Zufuhr zeitweise erhöht, kann ein Magnesiumpräparat helfen, die empfohlene Zufuhr zu erreichen. Nahrungsergänzungsmittel sind dabei kein Ersatz für eine ausgewogene Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Wenn du dauerhaft Medikamente einnimmst oder gesundheitliche Fragen hast, besprich die Einnahme am besten mit deinem Arzt oder Apotheker.
Häufige Fragen zu Magnesium
Wann sollte man Magnesium einnehmen – morgens oder abends?
Ein fester Zeitpunkt ist nicht vorgeschrieben. Viele nehmen Magnesium zu einer Mahlzeit ein, weil es sich so gut in den Tagesablauf einbauen lässt. Wichtiger als die Uhrzeit ist die regelmäßige Einnahme.
Kann man Magnesium dauerhaft einnehmen?
Magnesium kann im Rahmen der empfohlenen Tagesmenge regelmäßig zugeführt werden. Halte dich an die Verzehrempfehlung auf der Verpackung und überschreite die angegebene Menge nicht.
Gibt es die eine beste Magnesiumform?
Nein. Die Verbindungen unterscheiden sich vor allem in Löslichkeit und Verträglichkeit – Kombipräparate vereinen mehrere Formen in einem Produkt.
Kann ich Magnesium und Vitamin D zusammen einnehmen?
Ja, beide Mikronährstoffe lassen sich problemlos kombinieren und werden häufig gemeinsam ergänzt.
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Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und eine gesunde Lebensweise. Die empfohlene tägliche Verzehrmenge sollte nicht überschritten werden.